CaroMo - Unterwegs

Namibia

 
10Mai
2015

Abreise...

Ich wünsche euch einen schönen guten Morgen, wir haben heute die letzte Tier- und Landschaftsfahrt unternommen. In einem offenen Wagen, auf dem wir alle Platz gefunden haben, geht es um halb sechs bei aufgehender Sonne und knackigen 8 Grad los.

  

           

                                

  

  

 

Seit gestern ist eine Kaltfront über Namibia hereingezogen, der Winter scheint sich anzukündigen.

Damit kommen Mütze, Schal und Handschuhe doch noch zum Einsatz, der Fahrtwind tut sein Übriges und wir kuscheln uns alle etwas müde auf dem Wagen zusammen und genießen ein letztes Mal den Ausflug.

Viele Tiere sehen wir nicht, erst gegen Ende der Fahrt und nach einer Kaffee/Tee-Pause in der Prärie sehen wir Zebras, Strauße, Giraffen, viele Antilopen und Springböcke.

In der Lodge erwartet uns bereits das Frühstücksbuffet. Danach werden wir in 1h Slots zur Massage gebeten, herrlich. Völlig entspannt und verstrahlt packe ich danach meine Siebensachen zusammen und genieße auf  "meiner" Terrasse die Aussicht. Große Lust auf Gesellschaft habe ich nicht, ich nehme Abschied von dieser tollen Reise und dem tollen Land.
  
Nachmittags fahren wir dann die kurze Strecke zum Flughafen, die Onjala Lodge eignet sich als Start- oder Endpunkt der Reise wirklich, und verabschieden uns recht emotional von Stefan Rust, der uns sein Land auf die beste Art und Weise nahe gebracht hat, uns auf viele Dinge aufmerksam und uns für viele Dinge nachdenklich gemacht hat.

Vielen Dank Stefan!

 
Aber ich glaube, auch wir waren eine Truppe, die man gerne betreut.

Am Flughafen angekommen, haben wir noch einmal alle zusammen gegessen und GinTonic getrunken, man weiß ja nicht, wie die Mückenverhältnisse im Flugzeut so sind, und auch untereinander Abschied genommen.

Wir haben recht verstreut im Flugzeug gesessen, und durch eine Verspätung hatten wir keine rechte Zeit am nächsten Morgen in Frankfurt, uns richtig zu verabschieden.

Ich habe den Rückflug auch wieder "verschlafen" und bin erst aufgewacht, als wir Afrika "verlassen"  haben und konnte den Rest des Fluges bei wolkenlosem Himmel genießen.

  
     

Herzlichen Dank an Ingo Lies von Chamäleon Reisen für die Einladung zu dieser Reise, und einen besonderen Dank an Luisa Mentz von Chamäleon Reisen, die diese Reise begleitet hat und mit ihrer extrem herzlichen, immer positiven und fröhlichen Art (dabei war sie genauso gespannt und interessiert auf das, was uns erwartet, weil es auch ihr "erstes Mal" Namibia war)  zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht hat! Danke auch an Miriam Rau von Air Namibia, die dieses Trio komplettiert hat und mit Stefan und Luisa der Kopf der Truppe war.

LG Christiane 

  


PS Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten.

09Mai
2015

Auf dem Weg zur Onjala Lodge...

Auf unserem Weg zur Onjala Lodge haben wir zu einem zweiten Frühstück und einer kurzen Side-Inspection auf der Frans Indongo Lodge in Otjiwarongo einen Stopp eingelegt. Die Chamäleon-Kunden auf der Rund-Reise übernachten dort. 

   


          

Nun sitzen wir wieder im Bus und rattern auf der Straße KM um KM runter, werden in Windhoek kurz bei PackSafari, dem TourOperator von Chamäleon im südlichen Afrika, vorbeischauen, um dann weiter zu unserer letzen Übernachtungslodge zu fahren, der Onjala-Lodge. 

 

Dort kann man neben Tierbeobachtungen und Entspannung (Zensations-Spa) und in der eigenen Sternwarte die Sterne beobachten. (Dieser Teil wird für uns ausfallen, es gab vor zwei Tagen einen Unfall das Sterne-Guides)

 

 

 

Wir blicken während der Fahrt wieder auf die wunderschöne Landschaft, deren Bild sich immer mal wieder abwechselt. Gestern bei Otavi (obwohl noch recht nah zum Etosha Park) war alles sattgrün und starker, auch hoher Baumwuchs zu sehen. So wechseln sich Grassteppen mit busch- und oder baumbewachsenen Flächen ab, immer so weit das Auge reicht, am Horizont immer mal wieder Berge. Wenig Wildtiere, aber viel glückliches Rind ist zu sehen.

 

In den letzten Tagen haben wir eine Vielfalt an Wild- und anderen Fleischgerichten serviert bekommen. Ob gekocht, gegrillt, geräuchert, als Trockenfleisch, als Salami oder Bratwurst (Oryx, gestern aus eigener Herstellung auf der Gabus Game Ranch und extrem lecker), oder in Stews, als Currygericht, auf Salaten und und und... Und es hat jedesmal richtig lecker geschmeckt!!

 

Wenn man die weiten Flächen hier sieht, auf denen die Tiere grasen und leben, so leben glückliche Tiere. Und Bio eben auch. 

 

Die beiden Veganerinnen/Vergetarierin haben mitunter für Verwirrung und Stauben gesorgt, weil sich viele hier nicht vorstellen können, weder Fleisch noch Fisch zu essen. Aber es gab überall schmackhafte Alternativen, wobei vegan echt problematisch war. 

 

 

 

Das Klima ist super auszuhalten, es ist heiß, aber nie feucht, man gewöhnt ich an die Temperaturen (obwohl alle Einheimische der Meinung sind, dass die erlebten Temperaturen ganz klar schon Richtung Winter gehen - aha?).

 

Nachts wird es immer recht kühl, man kann die Zimmer/Bungalows/Lodges immer schön  runterkühlen, in dem man die Fenster öffnet, manchmal gab es eine Klimaanlage. Mit den Mücken war es viel unkomplizierter, als wir alle dachten. Am Ankunftstag sind wir in Windhoek in einen Supermarkt gefahren und haben Mückenschutz gekauft. Aber in allen Unterkünften gab es entweder in den Zimmer oder an der Rezeption auch verschiedene Mittel, die man nutzen konnte.

 

Zweimal gab es Moskitonetze, das war schon rein psychologisch hilfreich, denn viele Türen und Fenster haben so breite Spalte, dass da ganze Horden von Mücken durchkönnten, da nützen dann auch geschützte Fenster nichts.

 

Aber es gab gar nicht so viele Mücken, oder Peaceful Sleep in einfach ein gutes Mittel ?

 

Einige Kollegen/innen haben ein paar Mückenstiche, ich unerwartet gar keinen. 

 

Möglicherweise lag es auch an der Mückenprophylaxe in Form von GinTonic, die wir brav täglich erledigt haben ??

 

 

 

Wir haben während der letzten Tage sei Ankunft am 1.Mai •2•9•1•8 •KM zurückgelegt (davon etwas weniger als die Hälfte Schotterpiste), eine wirklich heftige Strecke, aber das macht ja kaum ein "normaler Tourist". Diese Touren, die unsere oder ähnliche Routen beinhalten, dauern 15-21 Tage und dann hat man deutlich weniger Strecke pro Tag und viel mehr Zeit bei den Unterkünften, manchmal auch 2 Nächte. 

 

 

 

Heute zieht sich die Fahrerei ziemlich, wir sind jetzt seit sieben Uhr früh unterwegs und werden so gegen 16:00 Onjala erreichen, hatten dabei zwei größere und zwei kleine Pausen. Mal sehen, welch schönes Programm uns heute und morgen noch erwartet.

 

 

 

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Diese Lodge hier ist etwas Besonderes. 

 

Die einzelnen Bungalows liegen in der näheren Umgebung des Haupthauses, alles mit eigener kleiner Terasse, oder je nach Größe sind zwei Einheiten in einem Gebäude untergebrachtund teilen sich eine Aussichts-Terrasse. Der Blick geht's ins Tal, ein unglaublich schöner Ausblick. Heute steht nichts mehr an, nur das letzte gemeinsame Abendessen und der letzte Abend in der Bar - wir haben den armen Barmann an den Rand der Gin-und Amarula-Vorräte gebtacht.

 

Morgen geht es um sechs Uhr auf eine letzte SafariFahrt, danach gibt es Frühstück und dann spendiert Chamäleon jedem eine Massage im Spa, ich bin um 10:00 Uhr dran und kann dann die Zeit bis zum Checkout/zur Abreise noch in Ruhe genießen und wieder alles in die Reisetasche reinpuzzlen, so dass es wieder flugtauglich ist. 

 

Unglaublich schöner Abschluss der Reise. 

 

Heute haben wir  die erste Schlange in der Natur erlebt, sie lag neben dem vielfrequentierten Grill, bis es ihr zu viel wurde und sie ungemütlich wurde. Aber Indiana Jones aka Stefan Rust hat sie weggeräumt, und ich hoffe, dass ich den nicht unerheblichen Weg zu meinem Bungalow ohne nähere Bekanntschaft mit der Tierwelt schaffe, auch die Warzenschweine sind hier recht schmerzfrei. 

 

  


  


  


  


  


 

   

  


  


  

 

Euch allen einen schönen Abend aus Namibia

 

 

 

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08Mai
2015

Etosha nächster Tag...

Auch heute sind wir wieder recht früh aufgestanden, haben kurz gefrühstückt und sind wieder in den Park gefahren (immer alles mit unserem Reisebus). Wir  werden  den Etosha Park in östlicher Richtung durchqueren und fahren dann zu unserer nächsten Unterkunft, der Gabus Game Ranch bei Otavi, einer Unterkunft mit Familienanschluss bei Heidi und Heinzi Kuehl (deutschstämmig in x-ter Gerneration).

 

 

 

Wir haben ein RIESENGLÜCK und sehen ziemlich schnell wieder Zebras, mehrere Giraffen, einen aktiven Löwen, Gnus, Schakale, Aasgeier und und und...

 

Wir fahren ein gutes Stück parallel zur EtoshaPfanne, der letzte Teil des ehemaligen Sumpfgebietes und sehen immer wieder durch die Hitze entstandene Spiegelungen am Horizont, sehr bizarr.

 

Das absolute Highlight heute war ein mächtiger Elephantenbulle, der mitten auf der Straße mit Gesicht zu uns stand. Motor aus, keine Bewegung und keinen Mucks mehr und dann ist er im Zeitlupentempo an unserem Bus vorbeigeschlendert. Ich saß leider auf der anderen Busseite, konnte ihn nur teilweise sehen, aber vor allem hören (Schritte, Rüsselschnaufen und Ohrenschlackern).

 

Das war schon kein Gänsehautmoment mehr, eher ein Elephantenpickelmoment!!!

 

 

 

Etosha ist auf jeden Fall auch eines der Highlights dieser Reise.

 

 

 

Wir sind gestern Abend um 23Uhr bei ca. 22 Grad in unsere Unterkünfte zurückgegangen, im Laufe der Nacht ist es recht kühl geworden, 12 waren es heute Morgen um 5Uhr. Um 8Uhr waren es bereits wieder 20 Grad, jetzt um 11:30 sind es bereits wieder über dreißig Grad. Aber keine Luftfeuchtigkeit, gut auszuhalten. 

 

 

 

Heute Abend schlafen wir in der Gabus Game Lodge ca. 10 KM von Otavi entfernt am Fuß der Uiseb-Berge. Von allen Zimmern dieser Farm kann man auf eine nahe gelegene Wasserstelle blicken und wir hoffen auf weitere Tierbeobachtungen. 
 
Gabus heißt Wasser und man schaut quasi vom allen zentralen Orten der Ranch auf der Wasserloch und die Tiere scheinen die Menschen gewohnt zu sein. Auch lange Abende am Lagerfeuer mit Unterhaltung und Musikeinlage hindern die Tiere nicht am Besuch des Wasserloches.

Aber das wirklich besondere an dieser Farm sind die Besitzer Heidi und Heinzi. Sich herzlicher aufgenommen zu fühlen als von den beiden ist wohl kaum möglich, Heidi sehr mütterlich und warmherzig und Heinzi mit rauhem Charme. Absolute Wohlfühlathmosphäre, die auch Hunde, Zebramanguste, Katzen und Papagei ebenso leben, mit Familienanschluss eben. Spät am Abend, nach einer Sundwoner-Fahrt über die Ranch und einem sehr schmackhaftem Essen sitzen wir am Lagerfeuer und lauschen Heinzis Geschichten. Wir hätten alle gerne noch ein paar Tage drangehängt dort, so wohl haben wir uns gefühlt!
Leider geht geht schon mit Riesenschritten auf das Ende der Reise zu, nur noch zwei Übernachtungen liegen vor uns.

 

  


             

             

         

         

    

                

 

 

 
07Mai
2015

E❤️T❤️O❤️S❤️H❤️A

Nach dem Frühstück auf der Terrasse sitzen wir schon früh recht erwartungsvoll im Bus auf dem Weg zum Etosha-Nationalpark. Unser Guide Stefan erzählt wieder spannende Geschichten über das Farmleben damals und heute. Sein Urgroßvater ist 1891 hier in Namibia per Schiff angekommen, nachdem er sich vorher bereits in Ausstralien und Neuseeland nach für ihn passendem Farm umgesehen hat, es ihm dort wohl aber nicht gefallen hat.

Stefan Rust von Pack Safaris arbeitet ausschließlich für Gäste von Chamäleon oder für eigene Touren (BirdsConTour), weil es ihm wichtig ist, mit einem Veranstalter zusammenzuarbeiten, der die Infrastruktur des Landes schätzt und schützt und durch die Unterstützung kleinerer oder größerer Projekte dazu beiträgt, die Menschen und das Leben hier zu unterstützen. Zudem versucht er, den heimischen Bestand an Tieren, vor allem die Vögel zu schützen und ist mit "BirdsConTour" da aktiv, auch mit Einfluss in entsprechende Ministerien. Zudem haben wir festgestellt, dass er eine Mischung aus Indiana Jones, MacGyver und Prof Grzimek ist ;-))) Nichts, was er nicht zu beantworten weiß, er sieht jedes Tier auf x Meter, weiß dazu mehr an Information als Wikipedia zu berichten, aber nie langweilig, immer noch eine Anekdote dazu.

Naja und lauter solche Dinge ?? (ich erinnere an die Hasenshit-Zigarette)

 

Um 10:45 erreichen wir unser Camp, ca. 10KM vom Andersson Gate entfernt, dem  nächsten Tor zum Nationalpark, haben schnell eingecheckt und sind jetzt - yippppieh - auf dem Weg IN den Park, um auf eine erste Safari zu gehen. 

 

Nun ist es 15:00 und wir fahren zurück zum Etosha Safari Camp. Unsere erste Safari mit unserem Bus endet und wir haben einen Löwen, 5 Elefanten, 2 Strauße, ziemlich viele Zebras, Impalas, die obligatorischen Springböcke, Antilopen, Kudus und viele Vögelarten gesehen.

 

Yeahhhhhhhhhh!!!!!!!!

Der Löwe lag völlig gechillt unter einem hohen Busch, und hat sich dann freundlicherweise umgedreht und in die Kameras geschaut. 

 

Was für Gänsehautmomente!!!!!

Das Etosha Safari Camp ist eine besondere Unterkunft, einem Twonship nachempfungen in Ausstattung und Gestaltung des Haupthauses und des Innenhofes mit Bar, Pool, Restauranbereich. Sehr schöne Athmosphäre, die dann am Abend noch durch drei Musiker gesteigert werden, die am Lagerfeuer spielen und singen. Dazu wird getanzt, das Personal hat mindestens so einen Spaß wie wir und sie freuen sich über große Verstärkung der deutsch-österreichischen Reisegruppe.

Die Bungalows schmiegen sich in 5-10 minütiger fußläufiger Entfernung  an einen Hang in der typisch namibischen Buschsavanne.

 

 

       


                            

                
06Mai
2015

Long long way...

Heute betrug die reine Fahrtzeit 6,5 h (eine Etappe, die auf "normalen Reisen" in 2 Tagen absolviert wird). Wir haben uns das Living Museum der San-Busch-Leute angesehen und uns zeigen lassen, wie sie früher gejagt haben, Feuer gemacht und traditionellen Schmuck hergestellt haben. Das von San eingenständig betriebene "Lebende Museum" ist wie in alten Zeiten des freien Nomadentums aufgebaut, und dient der Erhaltung der Traditionen. Sie wollen so erreichen, dass Ihre Geschichte und ihre Art zu leben, weitergetragen wird, auch beim eigenen Nachwuchs.

(Die kleinste ethnische Gruppe Namibias wird von den San mit knapp 2% der Gesamtbevölkerung repräsentiert. Sie gelten als die Ureinwohner des südlichen Afrikas. Als Jäger und Sammler lebten sie in den Savannen, wurden aber von den einwandernden Herero und Nama in die Wüstenregion der Kalahari gedrängt.)

Ein leichtes und leckeres Mittagessen bekommen wir auf der Omandango-Farm direkt neben dem Museum. Diese Farm ist auch bei Chamäleon im Programm und eine Oase der Ruhe inmitten der kargen Landschaft. Die Besitzer haben eine riesigen  überdachten Gemüsegarten, mit dessen Erzeugnissen die Gäste bewirtet beerden. 

Gegen Abend erreichen wir die Damara Mopane Lodge, auch eine grüne Oase, um jedes Chalet sind Obst- und Gemüsegärten gebaut. (es hat irgendwie etwas von einer Kleingarten-Kolonie).

 

Hier geht es schnell zu einer kleinen Anhöhe, von wo aus wir erneut einen fantastischen Sonnenuntergang genießen dürfen. Auch das anschließende Essen war wieder sehr lecker, mein Highlight war Oryx-Stroganoff. Bei einer anschließenden Gin-Tonic-Antimückentherapie beschließen wir den Abend und freuen uns alle auf die nächste Etappe zum Etosha-Nationalpark  


      

05Mai
2015

On the road again...

Nach einem sehr liebevollen und leckeren Frühstück (was soll ich auch schreiben wenn es überall lecker ist, und sich alle unsere Gastgeben solche Mühe geben, es uns recht und schön zu machen?) im Seabreeze-Guesthouse sitzen wir schon wieder im Bus, heute ist eine der längsten Strecken der Reise zu bewältigen. 

Der gestrige Tag endete mit einem langen Strandspaziergang im Norden von Swakopmund und einem Abendessen in dem wohl besten Fischrestaurant in Swakopmund, dem "The Tug", direkt am Strand am Pier mit Blick auf den Sonnenuntergang. Die Geschäfte gestern waren geschlossen in Seakopmund - Feiertag.

Auf Empfehlung hab ich Austern, Prawns und dann als Hauptgang KingKlip-Fisch gegessen (ein weißer, hier vorkommender Fisch), und alles hat sehr lecker geschmeckt.

Der Abend ist dann mit einer Einladung unseres Gastgebers ausgeklungen, wir haben zu siebt zusammengesessen und in Gesprächen über Land und Leute, Geschichte, Tourismus, Politik etc. interessante Einblicke erhalten.

 

Das heutige Etappenziel heißt Khorixas, dort werden wir in der Damara Mopane Lodge übernachten. 

Auf dem Weg dorthin steht heute ein Besuch im "Living Museum" der Bevölkerungsgruppe San an, der wohl ältesten Einwohner des südlichen Afrikas (seit ca. 20000 Jahren).

   

                                    

 

 
05Mai
2015

Von der Wüste bis zum Meer...

Nach einem (weiteren) leckeren Frühstück in der Namib Desert Lodge fahren wir früh um 7 Uhr wieder los und verlassen den Namib-Naukluft-Park. Wie zum Abschied stehen an einer Stelle  eine Herde Springböcke, 3 Strauße und einige Antilopen am Wegesrand (leider sind wir zu schnell für ein Foto gewesen). Das Etappenziel heute wird Swakopmund sein. Auf dem Weg dorthin werden wir in den Kuiseb Canyon fahren und dort wieder eine Wanderung unternehmen. Während des zweiten Weltkrieges haben sich dort zwei Forscher versteckt. Der Weg weiter wird dann an der Welwitschia Mirabilis vorbeiführen, einer über 1500 Jahre altwerdenden Wüstenpflanze.

So werden wir am Nachmittag Swakopmund erreichen und nach einer Stadtrundfahrt auf zwei Unterkünfte aufgeteilt, da beide Guesthouses nicht genug Platz für uns alle hat. 

So werden wir heute hoffentlich noch Zeit für einen Spaziergang am Meer machen können, bevor wir heute Abend in einem Fischrestaurant essen werden. 

 

Um zu versuchen, die letzten beiden Tage, und vor allem die gestrige abendliche Fahrt zu beschreiben: Weite, unendliche Weite, Steppe, Berge, Felsen, Graslandschaften, STILLE, unfassbare Farben, pure Gänsehautmomente. Schon wieder kitschig, aber so ist es gewesen, so haben wir es alle empfunden. Wir fahren so viele KM und max alle halbe Stunde kommt uns mal eine ein Fahrzeug entgegen, es ist so leer hier und so ursprünglich, dass man eher einen Treck Siedler erwartet an der nächsten Hügelkuppe, als Menschen aus dem hier und jetzt.

Den Wendekreis des Steinbocks passieren wir um 8 Uhr (wollte ich Euch nur mal drüber informieren)


Die Temperatur beträgt bereits 25 Grad, es ist wohl für diese Jahreszeit hier ungewöhnlich warm. 

Wir überqueren den Gaub-Pass, eine sehr bizarre Landschaft und bei Regen manchmal kaum zu befahren. Dann werden schon mal Umwege von 300 km fällig, um von A nach B zu gelangen, weil der (Trocken)-Fluß dann so viel Wasser führt, dass die Straßr unpassierbar ist.

Vorbei an den Zufahrten zu Farmen mit den Namen Hamburg, Schlesien und Rostock fahren wir weiter durch den Naukluft-Park mit Landschaft "so weit das Auge reicht".

Dabei sehen wir Rinder- und Pferdeherden, Bergzebras, immer wieder (lebende) Antilopen sowie eine verendete Antilope (mit dem Huf im Zaun hängengeblieben). Und, diesem Umstand geschuldet, auch Schabrackenschakale und einen Adler, die sich am Aas bedienen, es riecht auch entsprechend. 

 

("Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste") Die beiden deutschen Geologen Henno Martin und Herrmann Korn und ihr Hund Otto haben 2 Jahre in dieser Wüstenmondschaft gelebt und versteckt, um sich während des 2. Weltkrieges der Inhaftierung zu widersetzen. Sie haben dort "gewohnt", bis Hermann Korn Skorbut bekommen hat. Fleisch gab es im Überfluß. Weder Leoparden, noch Schlangen, noch Skorpione konnten Ihnen etwas anhaben, aber der Vitaminmangel.

 

Henno Martin hat ein Buch über diese Zeit geschrieben: "Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste", ich habe es angefangen zu lesen, schon sehr interssant und lesenswert, wenn man es liest, ohne in der "Wohnung" gestanden zu haben, aber mit den Bildern im Kopf noch viel beeindruckender.

Wir haben uns in der halboffenen Unterschlupfterasse/Höhle jeder eine Sitzgelegenheit gesucht und 5 Minuten weder gesprochen noch uns bewegt oder fotografiert. Einfach den Ort und die Aussicht aufgenommen und die Gedanken fallen lassen und den Augenblick gefühlt.

 

Der Erdboden in der Mondlandschaft war ehemals der Meeresboden des Ozeans. Die Afrikaplatte und die südliche Platte drifteten vor dröllzigmillionen Jahren aufeinander. Noch immer gibt es hin und wieder leichte Beben. Der Boden hier sieht original wie der Strand an einem Kiesel-Sand-Strand aus. Es fehlt nur das Meer. Dieser Boden ist durch die Plattenverschiebung auf ca. 1000 m über Meeresspiegel angehoben worden. Heute leben dort keine Meerestiere mehr, sondern Zebras, Leoparden, Oryx, Schlangen und viele andere Tiere.

Wir haben eine frische Spur eines Leoparden entdeckt und den scharfen Geruch einer frischen Urin-Markierung gerochen, ihn aber leider nicht gesehen. 

 


Wir fahren weiter und weiter und weiter, immer weiter durch die Wüste und bizarre Landschaften , mittlerweile bei 33 Grad (11:00 Uhr). Das Mittagessen findet heute in Form eines Wüstenpicknickes statt, wir haben Luchpakete aus der Desert Namib Lodge mitgenommen und genießen die fantastische Aussicht beim Essen, knubbeln uns alle zusammen unter einem winzigen Art Dach im Schatten zusammen. Auch die Toiletten sind Open Air heute, wie vorhin im Canyon (BPP=Busch-Pinkel-Pause). 

 


12:30 Uhr 39 Grad

Welwitschia Mirabilis: wir stehen in der sengenden Hitze im Nichts um einen Steinkreis herum, in dem sich ein ca. 700 Jahre altes Exemplar dieser Pflanzenart befindet und lauschen den Erklärungen unseres Guides und sind heilfroh wieder in den Bus zu kommen, der uns zur Küste bringt.

 

Swakopmund 23 Grad und Sonne ??? 

       

        

                     

   

  

        
04Mai
2015

Sundowner in der Namib-Wüste...

...definitiv bisher DAS Highlight der Reise. 

Von 16 bis 18:30 sind mit mot offenen, sehr leisen Fahrzeugen unterwegs auf dem weiten Gebiet der Lodge, haben einige Tiere gesehen, dazu eine unfassbar schöne Landschaft, eine Weite, kaum in Worte zu fassen. Die Kombination aus Stille und Landschaft.... Puhhhh ... sie hat uns alle ziemlich umgehauen!

Die Sonne ist auf der eine Seiten mit einem großen Spektrum an Farben untergegangen, während der Voll-Mond parallel auf der anderen Seite aufgegangen ist und alles in silbriges Licht getaucht hat, und dabei haben wir den (alkoholischen) Sundowner genossen, bis es total dunkel war. Danach sind wir zum (auch hier wieder) köstlichen Essen in die Lodge zurückgefahren.

Liebe Grüße aus der Wüste ?? 

                             

     

 
03Mai
2015

The Early Bird ....  oder Wüstenexkursionen

 


Nach einem recht stillen Getränke-only-Frühstück (die Lunchpakete wird es erst nach der ersten Wanderungs-Etappe geben) und einem Exkurs über Sternbilder (Skorpion, Stern des Südens (am späten Abend gab es schon Sternschnuppen) sind wir heute SEHR früh aufgebrochen, um zeitig bei der Düne 45 zu sein, um nicht in der extremsten Hitze dort herumzulaufen. Gestern waren es 35 Grad, heute wird es wohl noch heißer. Noch sind es frische 17 Grad. 
Am Gate zu den Dünen haben wir, bis zur Öffnungszeit( afrikanische Öffnungszeit=variiert je nach diensthabendem Personal, nicht nach Uhrzeit) einen fantastischen Sonnenaufgang genießen dürfen und uns die Zeit mit allerlei Faxen (Gemeinschaftstanzen, Gemeinschaftsyoga, X-Gruppenbilder) vertrieben.

Trotz der frühen Zeit und der kurzen Nacht sind wir alle bester Laune und glücklich, hier zu sein!!

   

                 
 

 

Heute ist Marathon-Wandertag ?

Es ist 8 Uhr, inzwischen 20 Grad und wir waren bereits auf dem Gipfel der Düne 45 (die heißt wirklich so), sind seitlich heruntergerutscht/gelaufen und haben im Schatten der Bäume gefrühstückt- herrlich!!!!

   

         

      
 

 
 

Gegen 11 Uhr bei inzwischen 38 Grad haben wir eine Wanderung ins Deadvlei unternommen (Vlei=Pfanne), erst mit Allradjeepsnweit rausgefahren (wie viele Leute mit ihren privaten PKW'S versuch haben, den Sandweg zu befahren und stecken gbelieben sind - da haben die Ranger viel zu tun), um dann zu Fuß ins Vlei zu wandern und die Entstehung erklärt zu bekommen (das Vlei ist ausgetrocknet, weil der Trockenfluß wegen der Dünen seine Lauf änderte und somit alle Akazienbäume und andere Pflanzen so langsam verrotten/verrotteten) und  dabei auch wieder viel über Flora und Fauna der Wüste zu erfahren.

 

Ach ja und alle zusammen eine Bio-Zigarette aus von gesammelten getrockneten Hasenkötteln "geraucht", hat geschmeckt wie Lagerfeuer inhaliert, bäähhhhh.



   

                          


Jetzt sind wir auf demWeg zu dritten Wanderung in den Sesriem-Canyon, "ehe es zu heiß wird" aha??

 

 

 

Weiter geht's zum Sesriem Canyon, ca. 1h Fahrtzeit. Wir klettern in den Canyon rein, sezieren das von Eulen hinterlassene Gewöll (Mischung aus unverdaulichen Knochen, Tierreste und Gras, das dort drin zu finden ist) und stellen fest, dass dieser einen Eule wohl eine Spitzmaus und ein Käfer geschmeckt hat.  Im Canyon ist es relativ kühl, da wir ziemlich weit nach unten gewandert sind und es somit auch viel Schatten gibt.

               
Und hat danach auf jeden Fall das erste Eis in Afrika geschmeckt, die Temperatur ist weiter hoch. Wir erreichen die Namib Desert Lodge am Fuße der versteinerten Dünebn der Ur-Namib gegen 14:00 Uhr und werden spontan zu einer Sundowner-Fahrt um 16:00 Uhr eingeladen.

Wieder ein Highlight ?

 

Also schnell einen Salat essen, duschen und weiter geht es. Gefühlt sind wir schon ewig hier in Namibia, nicht erst seit etwas mehr als 50 Stunden. Und wir genießen jeden Augenblick, so kitschig sich das auch anhören mag!

   

03Mai
2015

Fahrt in die Wüste ... Zur A Little Sossus Lodge

Nach dem sehr leckeren Frühstück im Tamboti-Guesthouse, fahren wir nun durch die Auas-Berge Richtung Süden, erst nach Rehoboth. Von dort aus geht's nun auf der Schotterpiste weiter, nur unterbrochen durch einen Stopp in the middle of nowhere zum Essen in Conny's Restaurant, bei der 400-Seelen-Ortschaft Klein Aub. Conny, vor Kurzem verstorben, war eine Baster. Das ist eine kleine Volksgruppe, Nachfahren der Khoikhoi und weißen Siedlern. Nun wird das Restaurant von Conny's Tochter weitergeführt und auch hier unterstützt Chamäleon durch die Einkehr mit allen Reisegruppen auf dieser Route wieder ein Projekt. Es gibt Hausmannskost, und es schmeckt allen gut. 

 
   

     
 

 
Genau diese Begegnungen machen Reisen mit Chalmäleon aus.

 
   

                        
Wir erreichen den Namib Naukluft Park (Naukluft=enge Schlucht), den sechstgrössten Nationalpark Afrikas.

 
Insgesamt 375 km fahren wir heute, davon 300 auf heftiger Schotterpiste (ruckelschuckel!!!!!) 

 

Mittendrin haben wir einen "roadkill" beseitigt. In diesem Fall eine (zum Glück) tote Puffotter.

Alle Guides sind angehalten, tote Tiere von den Straßen zu räumen, damit diese nicht andere Tieren anziehen und es dann evtl. zu Unfällen kommt. 


 
 

 
Während wir von Stefan Rust über die Schotterpiste geschuckelt wurden und die Landschaft genießen, hat er uns unermüdlich über Flora, Fauna, Wasserlöcher, Einwohner und Besonderheiten der durchquerten Regionen etc etc etc erzählt. 

 
Tiere, die wir heute gesehen haben:

 
Bärenpaviane (behaart wie ein Bär und mit einem Gebiss ausgestattet, welches kräftiger ist als das eines Leopards)

 
(tote) Puffotter

 
Büffelweber Vögel mit Nestern aus Dornengestrüpp mit verwebtem Gras in Telefonmasten

 

Weissbürzelsinghabicht

Felsenhabicht

Schabrackenschakal


 
(sehr seltene) Säbelantilopen

 

Oryxantilopen 

Streifengnus


 
 

 
Nicht gesehen, aber drüber erzählt bekommen:

 
BIG FIVE:

 
Elephant

 
Löwe

 
Nashorn

 
Leopard

 
Büffel

 
 

 
SMALL FIVE:

 
 

 
Büffelweber (Vogel, amselähnlich,

 
Die Farbe der Vögel gleich der Farbe der Büffel)

 
Nashornkäfer (Skarabäusart)

 
Leopardenschildkröte

 
Ameisenlöwe (bauen Sandtrichter)

 
Elephantenrüsselmaus

 
 

 
42% des Gebietes von Namibia ist Naturschutzgebiet, der Rest ist Farmland oder Stadt-/Ortsgebiet.

 
 

 
   

       
 

 
Jetzt sitzen wir bei 35 Grad (absolut trocken zum Glück) am Pool (5x2qm) der "A little Sossus Lodge" und genießen diese unfassbare Stille und Landschaft, gelbe Grassteppe, so weit man schauen kann.

 
Wie übernachten in geräumigen Steinchalets, die einzige DZ-Belegung auf der Reise, alle Chalets innen und außen aus Stein, mit eigener Terasse vor das Haupthaus gruppiert. 

 
Wir essen draußen, und genießen bei wieder ein leckeres Mahl und leckeren Wein. 

 

Es ist (fast) Vollmond, und die ganze Nacht auch dank der Sterne unglaublich hell.

Und still!!!! So eine Stille.

  

 

Morgen geht es richtig in die Wüste, wir freuen uns sehr!

 
Viele Grüße aus der Wüste ❤️❤️

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
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